Hotel- und Gaststättenverband Lippe e. V

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DEHOGA Lippe begrüßt konkrete Öffnungstermine für das Gastgewerbe

Forderung nach einem Rettungsfond bleibt bestehen

Kreis Lippe) Angesichts der gestern von Ministerpräsident Armin Laschet aufgezeigten Perspektive hinsichtlich des Wiederhochfahrens des Gastgewerbes ab dem 11.05.2020, bezieht der DEHOGA Lippe wie folgt Stellung: „Wir begrüßen, dass es endlich eine konkrete Öffnungsperspektive für das Gastgewerbe in NRW gibt“, so DEHOGA Lippe Präsident Holger Lemke. Dies sei ein ganz wichtiges Signal an die Branche sowie deren Mitarbeiter und Gäste. Die Branche hat aber ebenso gehofft, dass es neben einem Lockerungstermin auch die Zusage für ein Rettungspaket geben würde. Denn nach wie vor haben viele Betriebstypen noch keinerlei Öffnungsperspektive. Auch die Betriebe, die am 11.05.2020 jetzt starten können, stehen vor großen Herausforderungen. Startklar wird für die meisten nicht bedeuten, dass sie wirtschaftlich wieder erfolgreich sein werden. Die verlorenen Umsätze lassen sich nicht nachholen. Deshalb wiederholt der DEHOGA Lippe auch seine Kernforderung nach einem direkten Rettungspaket, das direkte Hilfen für die Branche umfassen soll. Die Herausforderungen beginnen jetzt mit der Öffnung: Abstandsregelungen, zusätzliche Hygienemaßnahmen, ein geändertes Gästeverhalten, geringere Kaufkraft werden zu hohen Umsatzausfällen führen. Nicht vergessen dürfen wir, dass die Kosten in vielen Bereichen wie z. B. beim Wareneinsatz gestiegen sind. Deshalb überlegen viele Betriebe wegen der Einschränkungen, ob sie überhaupt wieder öffnen sollen, so Verbandspräsident Holger Lemke. Der Verband rechnet aufgrund der vorgesehenen Beschränkungen für die Belegung der Betriebe und der verständlicherweise einzuhaltenden Abstandsregelungen nur mit Anfangsumsätzen von 30 bis 50 % des Vorjahresniveaus. Es wird deshalb noch eine lange Zeit dauern, bis wieder Normalität in der Branche einkehrt und kostendeckende Umsätze wieder in Sichtweite sind. Die Branche ist jedoch bereit, die Herausforderungen anzunehmen und hat bereits Sicherheitskonzepte zur Vermeidung von Infektionsrisiken erstellt. Auch die Berufsgenossenschaft hat einen Leitfaden zu branchenübergreifenden Corona-Arbeitsschutzstandards vorgelegt. „Die Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter hat bei uns oberste Priorität“, so Verbandspräsident Holger Lemke abschließend.